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Hetzendorfgespräche – Teil 2

SYMPOSIUM ZUM THEMA MODE + WAHRNEHMUNG

Mittwoch, 31. Jänner 2001, 10:00-11:30 Uhr
DOUBLE VISION
Hanns Joosten, (NL) Fotograf

Gleichzeitigkeit und räumliche Überlagerung von unterschiedlichen Programmen, Funktionen, Konzepten, Ideologien und Inszenierungen künstlicher Welten.
Begrüßung – Profil – Einführung
Berlin: Ein ewiges Transitorium...
Projektvorstellung: Kampagnen – Entwicklung am Beispiel
Double Vision: Dias, verschiedene Arbeiten
Globally und Locally: Die Sicht der Welt als eine einzige grenzenlose Macro-culture / Verschiedene Strategien gleichzeitig / Mode ist nicht Mode, aber: Happening, Performance, Entertainment
Filmausschnitt: Jean Luc Godard
Dutchtown, Almere (NL) – Die künstliche Stadt.

Mittwoch, 31. Jänner 2001, 13:00–14:30 Uhr
CHANGING SKIN : ARCHITEKTUR – FORM - HÜLLE
Dr. Heidemarie Seblatnig, Medienkünstlerin und Universitätslektorin an der TU Wien im Bereich Architektur und Neue Medien. Arbeiten: Videos, Computeranimationen, Installationen und Publikationen zum Thema Raum, Zeit, VR, Feminismus und Architektur

Gesellschaftliche Veränderungen zeigen sich zuallererst in Modedesign und Architektur. Wie tiefgreifend der Wandel unserer Wahrnehmungsfähigkeit ist, beweist die Erschließung der bisher ungeahnten Möglichkeiten unserer Sinne. Es ist, als könnten wir durch Millionen von Augen sehen und Millionen von Ohren hören. Modedesign realisiert Visionen und ermöglicht uns unbemerkt die Überschreitung der vorgeschriebenen Ordnung und linearen Organisation von Information. Damit haben wir die Gelegenheit, der Welt eine neue virtuelle Schicht hinzuzufügen.
Das Projekt „Changing Skin“, das sich mit den drei Häuten des Menschen beschäftigt, der biologischen Haut, der Kleidung und der Architektur, zeigt, dass uns die neuen Technologien erlauben, unsere Sinne zu verfeinern, und die Kommunikationsmöglich-keiten über unsere zweite Haut, die Kleidung, und unsere dritte Haut, die Architektur, auszuweiten.

Donnerstag, 1. Februar 2001, 15:30–17:00 Uhr
DER MODEPHOTOGRAPH ALS MODERNER PYGMALION
Prof. Dr. Barbara Vinken, Professorin für Französische und Italienische Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg. Gastprofessuren an der Ecoles des Hautes Etudes (Paris), an der Humboldt-Universität (Berlin) und der New York University (New York). Zahlreiche Veröffentlichungen.

Was macht die Anziehung der Modephotographie aus? Warum fasziniert uns der leer spiegelnde Blick der Models? Werbephotographien bilden nicht die Wirklichkeit ab und bauen auch keine Schönheitsideale auf; sie konfrontieren uns nicht mit den Normen künstlich hergerichteter Traumkörper, sondern inszenieren ein phantasmatisches Szenario, in dem Belebtes in den betörenden Glanz des Unbelebten umschlägt.


 
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